Buch Dienstwaffen der Polizei NRWGegen Ende des Jahres 2019 konnte EPHK Jochen Weber, Polizei Düsseldorf, sein umfangreiches Werk über die Polizeiwaffen in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen endlich gedruckt in den Händen halten. Es ist als 8. Buch der Fachbuchreihe „Dienstwaffen der deutschen Polizei und Gendarmerie“, einer umfangreichen Dokumentation des Arbeitskreises Polizeidienstwaffen der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V., erschienen.

 

 

Anfang 2003 hatte sich unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e.V. ein „Arbeitskreis Polizeidienstwaffen“ zusammen gefunden. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die technische und geschichtliche Entwicklung der Polizeiwaffen in Deutschland möglichst umfassend zu ermitteln und zu dokumentieren. Im Mittelpunkt steht dabei die Ermittlung und Erfassung polizeitypischer Handfeuerwaffen (Kurz-, Lang-, Maschinen- und Seitenwaffen) mit ihren technischen Merkmalen und Kennzeichnungen. Hierzu gehören auch Hilfen zur Identifizierung der Polizeieigentumsstempel und zum Erkennen von Fälschungen (z.B. nachträglich angebrachte Markierungen). Einbezogen werden Zubehör, Munition, Ballistik, Schießausbildung, Schusswaffengebrauch und, soweit relevant, waffenrechtliche Bestimmungen.
Die gesamte Dokumentation soll die Waffen von Polizei und Gendarmerie seit dem Entstehen der ersten Gendarmerie-Organisationen deutscher Staaten um 1760 über die nachnapoleonischen Zeit von Rheinbund und Deutschem Bund, Deutsches Kaiserreich, Weimarer Republik, Nazi-Zeit einschließlich der Blank- und Seitenwaffen, nach 1945 dann die Polizeidienstwaffen der einzelnen Bundesländer, auch der früheren Volkspolizei einschließlich Grenzpolizei und Bereitschaften von 1952 bis 1990 sowie die der Polizeiinstitutionen des Bundes umfassen. Die Waffen werden erfasst, aufgelistet und in ihren Details mit Text und entsprechenden Abbildungen präsentiert. Das erste Buch der Dokumentationsreihe erschien im Juni 2011, weitere Bände folgten. Mit dem Buch von Jochen Weber liegt der achte Band dieser Dokumentationsreihe vor; zwei Bände sind bereits vergriffen (Rheinland-Pfalz, Saarland). Aber es wartet noch viel Arbeit auf die Waffen-Experten und Waffen-Historiker dieses Arbeitskreises.

Das vorliegende Werk von Jochen Weber mit einem Beitrag von Andres Giersch, der anhand „des unterlegenen Kandidaten – Mauser HsP“ etwas zum technischen Auswahlverfahren für die erste echte Polizeigeneration von Pistolen gegen Ende der 1970er Jahren beiträgt (S. 163 ff.), gliedert sich in 12 Kapitel: zunächst ein Überblick über die Geschichte des Landes NRW und seiner Polizei (bis 1953), dann zum Waffengebrauchsrecht; weiter folgen die Kennzeichnung der Polizeidienstwaffen, die Erstausstattung mit Fund- und Beutewaffen, dann mit Leihwaffen der Alliierten; die eigenständige Ausstattung mit Kurzwaffen, eine neue Generation der Dienstpistolen, Kurzwaffen der Spezialeinheiten, Reizstoff- und Signalpistolen, Standardausstattung mit Langwaffen, Langwaffen der Spezialeinheiten; Ausbildungs- und Trainingswaffen schließen sich an; abgeschlossen wird das Buch mit den Sportwaffen der Polizei.

Warum Polizei Waffen trägt, getragen hat und tragen muss und wie sie damit umgehen sollte, hat Polizeipräsident a.D. Michael Dybowski und Vorsitzender unseres Vereins „Geschichte am Jürgensplatz e.V.“ in seinem Vorwort erläutert.

Das Buch ist mit seinen 416 Seiten, Groß-Quart-Format (29 cm), eine Fundgrube für jeden Waffen-Experten und Waffen-Historiker, darüber hinaus auch für Historiker im allgemeinen wie für den historisch interessierten Laien. Es ist seit kurzem auch in den Katalog der Deutschen Nationalbibliothek eingestellt – wie die gesamte Reihe (zu suchen unter: Dienstwaffen der deutschen Polizei und Gendarmerie).

Das Buch kostet 60 € (ohne Versand) und kann per Email beim Koordinator des Arbeitskreises Polizeiwaffen, Horst Friedrich (Tel.: 02604/1628) oder per Email fried.horst(@)web.de bestellt werden. Für Überweisungen zu dieser Dokumentationsreihe gilt folgende Bankverbindung: Volksbank Rhein-Lahn eG, BLZ: 570 928 00, Konto Nr.: 215010007, IBAN: DE91570928000215010007, BIC: GENODE51DIE
(s. auch Arbeitskreis Polizeiwaffen unter http://www.polizeigeschichte.com/arbeitskreis/polizei-waffen/polizeiwaffen.htm (23.4.2020))

 

 

 

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